Freitag, 15. April 2016

Unser Februar 2016 in Bildern

Nach tagelangem Kämpfen mit der Technik habe ich es endlich fertiggestellt!

Ich weiß, dass es nicht perfekt ist. Ich bin kein Profi in sowas... Aber ich hoffe es gefällt euch trotzdem, ich habe viel Arbeit reingesteckt und bin so froh es euch endlich zeigen zu können!! :)

Unser Februar 2016 in Bildern: 



Freue mich über Feedback, egal ob positiv oder negativ :) Gerne auch Verbesserungsvorschläge oder Hilfestellungen (haha!).

Eure Carina

Montag, 21. März 2016

Life in a Kebab-Shop

Haaaaaaalliii Hallo 😊

War wohl nichts mit dem Regen ☔ und der Bücherei am nächsten Tag.
Wir hatten endlich mal wieder schönes Wetter und haben dann (Achtung, ganz was Neues!) mal wieder den Strand genosseeeeen. Yeaaah.

Aber wir haben in letzter Zeit wirklich viel Regen. Das ist echt doof im Van. Es wird alles schnell klamm, die Luft ist stickig und was sollen wir bei Regen großartig machen?

Naja, passt schon.

Nora ist gerade wieder arbeiten und ich liege im Van und genieße die kühle Pommes + Döner Brise. Da wir direkt hinter unserem Kebabshop (Dönerbude) campen, lässt sich das nicht vermeiden. Von morgens 9 Uhr bist Nachts 3-4 Uhr riecht's hier nach Pommes, Döner und manchmal auch nach Pizza, da direkt nebenan Dominos Pizza (eine Pizzeria-Kette) ist und der Hintereingang auch bei uns vor der Nase ist.
Stören tut es mich aber eigentlich nicht. Noch sind wir es nicht satt und ich bekomme immer ein bisschen Hunger wenn ich durch die Nase atme 😝

Ich hoffe nur, der Geruch verschwindet aus unserem Van sobald wir weiter reisen. Sonst müssen wir uns das "Kebab-Mobil" nennen, oder so.
Sobald wir dann aussteigen verbreiten wir köstlichen Kebab-Geruch 😂
Da freuen sich die Menschen im Outback bestimmt!

Auf den Straßen hier gibt es so "Reisebüros" für Backpacker wie Nora und mich. Die können dann bestimmte Dinge für uns buchen die wir hier noch erleben wollen und uns Tipps geben etc. Und von diesen Büros steht immer jemand draußen und quatscht alle möglichen Leute an. Aber die quatschen nur, die wollen uns nichts verkaufen die wollen einfach nur immer mit uns quatschen. Wir wundern uns immer warum die uns nicht anbetteln irgendetwas zu buchen, aber anscheinend ist das die Taktik von den Läden hier. Die Leute nicht nerven sondern einfach nett zu denen sein, dann kommen die schon irgendwann wieder... Nicht schlecht, oder?
Ein paar von den Quatschtanten kennen wir jetzt auch schon, weil wir so oft an denen vorbei laufen. Und für die sind wir die Kebab-Ladies. Die finden das alle so witzig, dass wir hinter dem Kebab-Shop leben. Die meisten Backpacker hier wohnen entweder im Hostel oder auf einem Campingplatz. Mit free-campen ist hier ja nichts. Aber wir hatten mal wieder Glück wir Sparfüchse 😜

Byron Bay ist auch eher klein. Also man sieht sich hier meistens zwei bis drei mal, obwohl es relativ voll ist.

Sooo, was erleben wir hier noch, außer unseren "magic kebabs"?

Wir shoppen relativ viel. Leider.
Ich habe so viele neue Klamotten.
Mein Rucksack ging schon beim Hinflug nicht vernünftig zu, wie soll das bloß auf dem Rückflug werden?
Aber kennt ihr das, wenn ihr im schönen sonnigen Sommerurlaub seid und überall hängen diese tollen Kleidchen, die schönen Tops und die ganzen hübschen Jumpsuits? Wie kann ich da nein sagen?

Feiern war ich schon zweimal. Allerdings leider immer ohne Nora. Wir müssen immer an unterschiedlichen Abenden arbeiten. Also entweder arbeitet sie, oder ich arbeite.
Einmal war ich auf einer Reggae-Nacht und danach im "LaLaLand". War solala, die Musik war nicht so meins (obwohl ich Reggae gut finde, aber was da lief war irgendwie anders 😂).
Und das andere Mal war ich in einem Club "Northern" mit zwei Schwedinnen, die auch im Kebabshop arbeiten. Die Musik dort war besser. Wir hatten auch eine Menge Spaß zusammen. Glücklicherweise ist der Club nur ein paar Häuser vom Kebabshop entfernt, also haben wir danach Nora und die anderen besucht, die arbeiten mussten und ich konnte quasi direkt ins Bett fallen. 😊

"Surfen" 🏄 waren wir einmal.
Haben am Strand jemanden getroffen, der wahrscheinlich Noras neidischen Blick auf die Surfbretter gesehen hat, und sie dann angesprochen hat ob sie es mal ausprobieren möchte. Wir haben es beide mal versucht. Wirklich geklappt hat's nicht. Sah wohl eher sehr sehr lustig aus. Aber immerhin konnten wir am Ende wenigstens halbwegs unsere Balance auf den Knien auf dem Brett halten. Ist doch für 15-20 min pro Kopf schonmal etwas. Hätte das eigentlich filmen müssen, ihr müsst ja auch mal was zum Lachen haben 😀

Hm, mir fällt im Moment nichts Besonderes ein was wir in Byron Bay sonst noch erlebt haben. Von der $300-wild-campen-Strafe am Kings Beach habe ich euch schon erzählt. Das ist übrigens ein FKK-Strand und da gehen sehr viele homosexuelle Männer hin (also nicht nur homosexuelle Männer, aber eben viele). War ganz witzig als wir oben am Parkplatz saßen und gefrühstückt haben und all die netten Männer an uns vorbei gegangen sind und es so toll und gemütlich fanden wie wir dort frühstücken.
Wir waren übrigens nicht an dem Strand. Haben nur unsere Strafe in der Nacht am Parkplatz kassiert und sind morgens wieder losgedüst.

Nora, wenn du das hier liest: kannst du bitte einen Kommentar hinterlassen, falls ich etwas Erwähnenswertes vergessen habe? Danke 😝

Dann fange ich nun nämlich mit den Fragen an, die muss ich dringend mal beantworten 😊

1. Wo haben wir bisher immer den Van zum Schlafen geparkt?
Oft an Rastplätzen an der Autobahn. Hier darf man zwar nicht campen (Zelte aufbauen, Tische, Stühle und Gaskocher rausholen, also sich häuslich einrichten) aber man darf hier schlafen. Nennt sich auf englisch "Rest Area" und ist eben zum "resten" da, also zum Erholen bzw. Ausruhen. In Yamba haben wir an einer Day Use Area übernachtet. An sich nicht erlaubt, hat dort aber keinen Menschen interessiert. In Coffs Harbour haben wir direkt am Strand (noch auf gepflasterter Straße, aber wirklich direkt am Strand) gestanden & geschlafen.
Hier in Byron Bay haben wir am Wategos Beach auf der Straße geschlafen und einmal mitten in der Stadt auf einem großen Parkplatz. Naja und eben einmal an dem Kings Beach, wo wir die Strafe auf dem Strand-Parkplatz bekommen haben.

2. Haben wir nette Leute kennengelernt?
Wir lernen viele viele nette Leute kennen, aber meistens (bis jetzt) nur für eine kurze Zeit.
Im Eva's Backpackers Hostel in Sydney haben wir einige getroffen mit denen wir uns jeden Tag wieder unterhalten haben. Einmal wurde dort ja sogar für uns gekocht 😜
Und beim Reisen selber lernt man auch überall viele kennen, aber dann meistens nur für entweder fünf Minuten oder ein Stündchen. Danach trennen sich die Wege wieder. Allerdings haben wir seit wir in Byron sind einige aus Sydney und Yamba sogar hier wieder getroffen. Ist ganz lustig, wenn man bedenkt, dass man auf diesem riesen Kontinent umherreist, aber plötzlich trifft man genau die gleichen Leute die man in anderen Städten schon getroffen hat.
Also keine Sorge, wir vereinsamen hier nicht. Hier geht das mit dem Smalltalk sowieso alles so viel einfacher als in Deutschland. Es ist einfach viel lockerer...

3. Gehen wir auch ins Wasser?
Naaaa klaro gehen wir auch ins Wasser. Wir zwei Strandverrückten ohne Meer? Niemals. Allerdings gehen wir wirklich immer nur bis zu den Knien, oder vielleicht mal bis zum Bauchnabel. Das reicht aber auch. Die Wellen sind so stark, da hat man genug Spaß. Um eine Runde zu schwimmen sind die Strömungen viel zu stark und um irgendwo im tiefen Wasser rumzuplanschen hat man vor den Haien zu viel Angst.
Das einzige Mal, dass wir relativ tief im Wasser waren (da konnte ich auch nicht mehr richtig stehen), war als wir "surfen" waren. Dort waren aber soooo viele Menschen im Wasser und auch noch weiter raus, wir haben dort nichts besonders Gefährliches gewagt oder so. War alles gut 😊 Nur das mit den Haien, das kann man halt echt nicht beeinflussen. Davor habe ich auch immer riiiiiesigen Respekt. Wobei ich da irgendwie die Einzige bin die sich wirklich Sorgen macht.
Haie gesehen haben wir auch noch nicht, seitdem wir hier sind.
Aber naja, dann bin ich eben ein kleiner Schisser 😀 Ich gehe ja trotzdem ständig schwimmen.

4. Gehen wir aus Essen oder machen wir uns immer selber was?
Meistens "kochen" wir uns selber was. Dosen-Spaghetti, baked beans von Heinz, Nudeln mit Thunfisch oder Nudeln mit Pesto. Einmal hatten wir auch Fischstäbchen mit Spinat aber wir versuchen es immer sehr einfach zu halten. Wir haben einen Gaskocher, der kann aber nur einen Topf oder eine Pfanne auf einmal erhitzen, also ist es schon praktisch wenn wir nur eine Sache kochen bzw. erhitzen müssen.
"Aus Essen" waren wir bis jetzt nur bei McDonald's oder Subway. McDonald's hier ist super! Vom Preis her natürlich schon teurer als selbst kochen, aber ich glaube trotzdem günstiger als in Deutschland. Und es gibt hier das "create your own" Programm. Damit kann ich an einem Automaten im McDonald's meinen eigenen Burger oder eigenen Salat kreieren. Den servieren sie dir dann sogar an den Tisch und es ist schön angerichtetet. Der Salat zum Beispiel ist auf einem großen Teller, der Burger auf einem schönen Brettchen.
Und es schmeckt beides super!
Ich glaube ich habe leider kein Foto von unserem letzten Essen dort (ist auch schon 1 1/2 oder 2 Wochen her 😂), ich schaue aber gleich mal nach. Ansonsten mache ich beim nächsten Mal eins.
Manchmal essen wir auch kalt. Heute gab es zum Beispiel Joghurt mit Trauben, mal hatten wir Milchreis mit Apfelmus. Falls euch noch was ganz einfaches zum Essen einfällt, was entweder nicht gekühlt werden muss oder wir kaufen und direkt kochen können: Wir freuen uns über Vorschläge!
Besondere australische Restaurants bzw. australische Küche gab es bis jetzt noch nicht.
Sobald wir die finden werden wir das natürlich austesten. Oben in Cairns zum Beispiel wollen wir in ein Restaurant, das allerlei Steaks anbietet. Vom Känguru bis zum Krokodil. Das probieren wir natürlich aus 😉

5. Haben wir einen Kocher?
Jap, einen kleinen süßen Gaskocher.

6. Wo gehen wir duschen?
Wir haben uns biologisch abbaubares Shampoo und Duschgel gekauft und gehen damit an den Strandduschen duschen. Die sind zwar kalt, aber da es hier ja entweder warm oder vielleicht mal frisch ist, ist das kalte Wasser nicht so schlimm.
Was mich allerdings sehr stört: ich habe jetzt schon so viele Leute (meistens eben so Backpacker wie uns) dort duschen sehen, die einfach ihr ganz normales Shampoo benutzen. Das interessiert die gar nicht.
Dabei ist es so offensichtlich, dass das Wasser wieder zurück in die Natur fließt. Wie sollen die Fische, die Bäume, das Gras, die Vögel und alles andere das denn auf Dauer überleben?
Nirgendwo stehen Schilder, die sagen, dass es verboten ist. Warum nicht? Wird es erst jetzt zum Problem und die Schilder kommen bald noch? Interessiert es das Land hier etwa auch nicht? Ich weiß, dass es die Einwohner interessiert!
Mit einigen haben wir darüber gesprochen. Eine Dame ist uns fast um den Hals gefallen, als sie gemerkt hat, dass wir uns darüber wirklich Gedanken machen. Das fand ich echt ein bisschen traurig... Die arme Umwelt. Ich hoffe da passiert irgendwann mal was.
Aber von uns $300 Dollar kassieren, weil wir auf einem Parkplatz schlafen. Wir haben unseren eigenen Mülleimer, haben keinen Motor laufen, verlieren kein Öl oder sonst was. Da finde ich die Umweltverschmutzung wirklich schlimmer...

7. Haben wir irgendwelche seltsamen oder gefährlichen Tiere gesehen?
Seltsam? Ja.. Es gibt hier überall wilde (und hässliche) Turkeys. Das sind Truthähne. Die laufen einfach überall herum. Und picken durch deine Sachen wenn du sie in einer Ecke am Strand liegen lässt. Manchmal sogar wenn du noch dabei sitzt. Ob die so schmecken wie die gezüchteten Truthähne? Könnte ich mir vorstellen.
Dann laufen hier noch weiße große Vögel mit einem langen schwarzen Kopf rum. Auch einfach auf den Straßen und zwischen den Autos. Das ist wirklich seltsam 😂
Dicke fette Kröten gibt es an manchen waldigen Stellen.
Dann gibt es Vögel, die Kookaburras, die heißen auf deutsch "lachender Hans". Die haben wir erst einmal kurz gesehen. Aber hören tun wir die ständig. Allerdings hören die sich nicht wie Vögel an, sondern wie Affen. Aber wie richtig richtig laute Affen.
Gefährliche Tiere?
Die Spinnen im Pferdestall. Vor den kleinen schwarzen musste man aufpassen, die hätten uns für einen Monat ins Krankenhaus gebracht. Und ich glaube auch vor allen anderen sollten wir aufpassen, wirklich ungiftig waren die alle nicht. Aber die hatten mehr Angst vor uns als wir vor denen. Die sind immer rucki zucki abgehauen. Eine ist mir mal das Bein hochgekrabbelt (ja, ich bin froh, dass ich das gemerkt habe) und die habe ich schnell weggeschnipst, da ist nichts passiert.
Hm ansonsten gefährlich? Ich weiß nicht, ob die Fische die im Wasser neben uns schwimmen gefährlich sind aber ich denke nicht.
Schlangen haben wir noch nicht gesehen, und was hier sonst noch so alles bei uns lebt und evtl. gefährlich sein könnte möchte ich wahrscheinlich gar nicht wissen.

8. Haben wir schon Koalas und Kängurus gesehen?
Koalas leider noch nicht. Immer nur die gelben Schilder an der Straße, die zeigen, dass dort evtl. Koalas sein könnten.
Kängurus haben wir eine Menge um den Pferdestall herum gesehen. Als wir ausgeritten sind, sind wir oft an einer "Herde" Kängurus vorbei geritten oder haben sie in der Ferne herumspringen sehen. Auch Wallabies haben wir dort gesehen. Das ist eigentlich das gleiche wie ein Känguru nur in kleiner.

9. Andere große Tiere die wir hier gesehen haben, die es bei uns nicht gibt?
Delphine. Man da hab ich mich gefreut 😊 die gibt es zwar bei uns in Europa auch, aber ich habe eben noch nie welche gesehen. So richtig hoch aus dem Wasser gesprungen sind sie leider noch nicht. Das erste mal hatte ich auch fast einen Herzinfarkt, weil ich nur in der Ferne eine Flosse gesehen habe. Aber wir waren uns schnell einig, dass das eher eine Delphin- als eine Haifischflosse war.
Hm ansonsten habe ich hier glaube ich noch keine besonderen Tiere getroffen. Ich möchte unbedingt mal Wale, Rochen, Haie und Krokodile sehen. Ich hoffe das bekomme ich hin 😊
Ach doch, eine Eidechse habe ich im botanischen Garten mal gesehen! Aber die war jetzt nicht riesig groß. Ungefähr so lang wir mein Unterarm.

10. Haben wir schon Aborigines getroffen?
Es könnte sein, dass ein paar Frauen die wir mal gesehen haben Aborigines waren. Und in Sydney waren ein paar, die haben Musik gemacht.
Aber so richtige Aborigines, wie sie wohnen und leben haben wir noch nicht gesehen. Leider leider hört man auch nicht viel Gutes über sie. Also wir sollen uns vor denen eher in Acht nehmen, als freudig drauf zu laufen. Mal sehen ob wir irgendwo welche kennenlernen. Wir legen es nicht darauf an (leider wirklich wegen all dem was man so hört...) aber wir würden uns freuen nette Bekanntschaften zu machen!

11. Haben wir das Didgeridoo schon ausprobiert?
Nein, auch das haben wir noch nicht ausprobiert. Mal sehen ob wir das mal spielen werden. Allerdings hat meine Tante eins zu Hause, also wenn es hier nicht klappt fahre ich nach Düsseldorf um es zu lernen 😊

12. Wie viel Zeit verbringen wir am Tag im Van?
Jetzt, da es regnet, schon ab und zu mal zwei bis drei Stündchen. Wir schlafen immer von drei Uhr Nachts (wegen den Nachtschichten) bis 12 Uhr morgens. Dann machen wir uns in Ruhe fertig und frühstücken und dann schauen wir, dass wir immer irgendwo hin gehen und nicht im Van rumhocken. Meistens an den Strand, ansonsten in die Stadt, evtl. mal in die Bücherei... Gegen sieben Uhr Abends sind wir aber spätestens wieder am Van um zu Abend zu essen und um neun, zehn oder elf Uhr fängt dann unsere Schicht an und der andere legt sich schonmal ins Bett oder geht evtl. mal weg (wie oben berichtet).
Bevor wir den Job hatten, sind wir auch viel mit dem Van durch die Gegend gefahren und haben alles mögliche erkundet. Also da haben wir schon mehr Zeit im Van verbracht, aber nicht hinten gemütlich rumgelegen sondern immer on tour gewesen.

13. Und bleibt bei dem ganzen Stress den wir haben auch Zeit für "Heimweh"?
Haha ja, unser Stress... Was kochen wir heute? Wann gehen wir einkaufen? Wann gehen wir duschen? Wo gehen wir duschen?
Dinge um die man sich zu Hause nicht so viele Gedanken macht, da die Dusche, die Toilette und eine Küche mit Essensvorräten direkt erreichbar sind.
Bei uns eben nicht. Wir müssen uns um so Kleinigkeiten Gedanken machen und das mit in unseren Tagesplan packen.
Bleibt dabei "Zeit" für Heimweh?
Ja schon... Es ist ja nicht so, dass wir hier ständig hin und her hetzen. Es ist schon alles ganz realxed und cool, wir müssen halt nur mehr planen.
Ich würde es allerdings nicht Heimweh nennen.
Heimweh bedeutet für mich, dass es mir wirklich im Herzen weh tut und ich dringend nach Hause zurück möchte.
Aber das fühle ich nicht. Ich freue mich so so so sehr auf zu Hause und ich denke auch wirklich oft daran, aber ich möchte die Zeit hier zu Ende genießen und habe das "-weh" nicht.
Manchmal werde ich aber traurig, wenn ich an zu Hause denke...
Wenn ihr etwas nicht haben könnt, oder es nicht da ist, dann lernt man es noch mehr schätzen bzw. möchte es noch dringender haben.
Das kennt ihr doch bestimmt, oder?
So geht es mir mit zu Hause.
Ich vermisse alle Menschen die mein zu Hause zu meinem zu Hause machen.
Ich vermisse meine Küche, mein Bad und mein Wohnzimmer.
Ich vermisse leckeres frisch gekochtes Essen, das Einkaufen, die täglichen Aufgaben und die kleinen Probleme des Alltags.
Ich vermisse Käse und Wurst, einen Kleiderschrank, die große Auswahl an Schuhen und einen großen Spiegel.
Ich vermisse meine Waschmaschine, frisches Brot und ich könnte bestimmt noch ewig weiter machen...
Aber ich habe kein Heimweh, ich freue mich einfach nur sehr, all das bald wieder zu haben und viele viele Menschen endlich wieder in den Arm nehmen zu können.

Und mit den Worten verabschiede ich mich jetzt auch und sage gute Nacht! Nora kommt jetzt gleich ins Bett gekrochen und ich rieche schon keinen Kebab mehr...

Schreibt mir weiter und bestellt allen ganz viele Grüße 💗

Eure Carina

PS: Nora kam gerade in den Van:

N (flüstert): "Carina, bist du wach?"
C (flüstert): "Ja"
N (flüstert): "Willste 'n Kebab?
C (flüstert): "Ja!"

Den genießen wir jetzt noch und dann schlafen wir 😁

Mittwoch, 16. März 2016

Ich lüfte unser Job-Geheimis :)

Ich denke ich habe euch nun lange genug warten lassen :)

Hier einmal eine Auswahl eurer Tipps:

- Taxifahrer
- Regaleinräumer
- Krankenhaus (was kann man in einem Krankenhaus denn alles ungelernt arbeiten? :P)
- Bäckerei
- Kellnerin in einer Bar
- Security
- Coyote Ugly (na klar...)
- Burgerladen
- Disco
- Putzen
- Eisdiele
- Hotelbar
- Restaurant

Hm... Naja, also: ein Tipp lag sehr sehr sehr nah dran.
Und zwar der Burgerladen-Tipp von meiner Mutter (ja wirklich, ich hab's nichtmal meinen Eltern erzählt!).

Die anderen Tipps solala...

Zu unserem Job gehört

- auch das Putzen aber wir sind nicht zum Putzen angestellt

- wir arbeiten zwar nicht in einer Bäckerei aber wir verkaufen etwas das Brot enthält

- und wir bedienen zwar Kunden mit frischem Essen aber wir arbeiten in keinem Restaurant (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Restaurant)

Und jetzt lüfte ich das Geheimnis:

Wir arbeiten in einer Dönerbudeeee

Cool, oder?? 😂

Und wir haben doch letztens erst so sehr von Döner geschwärmt...

Letzten Montag hatten wir beide unser erstes Probearbeiten. Ich von 10:00 - 15:00 Uhr und Nora von 22:00 - 03:00 Uhr. Dienstag oder Mittwoch (ja, immer diese Wochentage und Daten... 😔) hatte ich dann das zweite Probearbeiten, diesmal auch von 22:00 - 03:00 Uhr und Nora am nächsten Tag auch nochmal zur gleichen Zeit.
Zum Glück wurden wir beide gelobt und sind jetzt quasi fest "angestellt".

Der Döner hier ist etwas anders als in Deutschland, aber trotzdem sehr lecker. Ich glaube in meinem letzten Post habe ich den Döner den wir in Sydney gegessen haben beschrieben, oder?

Aber jetzt weiß ich es ja noch besser 😏

Also der Döner hier ist mehr wie eine türkische Pizza bei uns von der "Form" her, allerdings ohne dieser Bolognese-Soße (?) die schon auf dem Teig ist. Und hier heißt es Kebab. Außer das Lamm-Fleisch, das nennen sie hier "Doner".

Soßen bei uns in Deutschland: Tzaziki, süß und scharf.
Hier: Sweet-Chilli, Hot-Chilli, Garlic (Tzaziki), Barbecue, Ketchup, Mayo.
Es gibt auch Sour Cream oder Hummus für $1 extra.

Beilagen für den Döner: Salat, Tomaten, Zwiebeln und Rind+Lamm-Fleisch ("beef and lamb" oder auch "Doner") oder Hähnchen-Fleisch ("chicken").
(kann mir vllt. bitte jemand sagen was bei uns zu Hause nochmal alles auf den Döner kommt?)

Extras für $1: Ananas, Käse (ganz normaler geriebener Gouda), Oliven, Jalapenos, Pilze, Tabouli (das ist viel Petersilie mit ein wenig klein geschnittenen Paprika und etwas Kous-Kous und bestimmt noch irgendwelchem anderen klein geschnittenem Zeug).

Bestellen kann man also entweder einen beef and lamb kebab bzw. Doner kebab, einen chicken kebab oder einen mixed kebab mit beiden Sorten an Fleisch.
Für die Vegetarier gibt es auch eine Falafel, also quasi einen kebab aber ohne Fleisch sondern mit Falafel. Dazu gibt es den Hummus und das Tabouli übrigens kostenlos dazu.
Pommes (chips), Pommes mit Käse überbacken (cheese and chips) und Baklava verkaufen wir auch, dann gibt es noch eine Art Pomm-Döner (Snack-Box) und turkish pides (Teigtaschen gefüllt mit Spinat und Haloumi-Käse).
Ja, ich glaube das wars.

Ich frage mal ob ich ein Foto von den ganzen Gerichten machen darf und gucke mal wie viel ich fotografieren oder evtl. auch filmen darf. Sind bisher allerdings noch nicht dazu gekommen 😃

Wir campen mit unserem Van direkt hinter dem Laden auf dem privaten Parkplatz von den Besitzern, da das hier in Byron Bay ganz schön streng ist mit dem wild-campen. Also es ist nirgends erlaubt und man kann schnell erwischt werden. Sind also anfangs oft wieder auf den Pacific Highway an den Rastplatz gefahren. Drei mal haben wir es mit dem wild-campen aber auch hier versucht. Beim dritten mal hat's dann leider nicht mehr geklappt und wir mussten Strafe zahlen 😢 und ratet mal wie viel....

$300!!!

Müssen wir jetzt mal fleißig arbeiten 😉

Als wir unserem "Boss" dann von unseren Reisen zurück zur Autobahn, also dem Highway, berichtet haben hat er uns angeboten am Laden zu schlafen. Und das tun wir jetzt auch. Überdachter Parkplatz, also immer schön schattig. Privat. Und wir können zur Arbeit fallen und müssen tagsüber das Auto nicht ständig umparken, da es hier in Byron Bay nur einen einzigen kostenlosen Parkplatz gibt und den darf man nur für zwei Stunden nutzen.

Nora arbeitet gerade, wieder von 10:00 - 03:00 Uhr. Ich musste gestern und habe heute frei. Liege aber ganz brav im Van und warte auf sie. Und das Liegen macht mich sehr sehr müde gerade 😴 Deswegen werde ich jetzt mal versuchen zu schlafen.

Da wir seit zwei Tagen ständig Regen haben, und wir bei Regen hier nun wirklich nichts machen können, werden wir morgen bestimmt in die Bücherei gehen. Dort haben wir Strom und WLAN. Vielleicht schaffen wir es dort ja noch ein bisschen mehr zu erzählen 😊

Also schreibt mir schonmal schnell eure Fragen, dann kann ich die morgen eventuell direkt beantworten. Ein paar habe ich auch noch, die ich endlich mal beantworten muss 😖 (sorry...)

Das erste Foto ist übrigens noch aus Yamba. Das sind wir mit Alois, dem Radfahrer 🚴 von dem ich euch im letzten Post erzählt habe.

Ich gucke mal was ich noch für Fotos finde, die wir hier in Byron Bay knipsen 😃

Montag, 7. März 2016

Erster Monat: Check ✔

Hallo ihr Lieben :)

Leider habe ich mich lange nicht ausführlich gemeldet.
Aber bei unserem stressigen Leben hier, ist das auch echt schwer.
Haha!
Aber um ehrlich zu sein, dass wir wirklich rumsitzen und nichts tun kommt quasi nie vor. Gibt immer ein paar Dinge die wir machen können, und dann kommt der Blog leider zu kurz :(

Wir haben aber beide ein kleines Tagebuch in dem wir jeden Tag kurz unsere "Erlebnisse" festhalten, also es geht nichts verloren!

Um euch mal auf den neusten Stand zu bringen:

Wir waren nach den Centennial Glen Stables (💗) nochmal für ca. 1 Woche in Sydney.
Mit den Zeiten, Wochentagen und Zeitangaben kommen wir übrigens mittlerweile etwas durcheinander. Aber ich glaube es war ungefähr eine Woche, vllt etwas weniger.

Sonntags haben wir lauter Märkte besucht. Den Sydney Fishmarket z.B., war ganz interessant. Sah alles lecker und frisch aus, aber war irgendwie nichts Besonderes. Also wir bereuen es nicht da gewesen zu sein, aber ich würde es nicht auf die Must-Do-in-Sydney-Liste packen.

Danach waren wir auf dem Rozelle Market, einem Trödelmarkt auf dem Schulhof einer Schule etwas außerhalb von Sydney. Wer auf Trödelmärkte steht: klein, überschaubar aber tolle Atmosphäre und super nette Menschen. Es gab sogar "Live-Music" von einem Mann mit Gitarre. Das hat es wirklich gemütlich gemacht. Und wie man uns Frauen halt kennt, kamen wir auch nicht drum herum das ein oder andere Teil zu kaufen... Aber hey, jetzt haben wir australische (Strand-)Oberteile die auch schon von wirklichen Australiern getragen wurden. Hat auch nicht jeder :)

Danach ging's ab auf den Paddy's Market, mitten in Sydney. Völlig anders als der urige Rozelle Market! Dieser hier war im Erdgeschoss eines Einkaufszentrums. Und zwar im ganzen Erdgeschoss. Also wirklich riiiiiesig. Hier wurde auch keine "second-hand Ware" verkauft, sondern neue Ware. Und davon ganz schön viel. Ich hätte wieder bei den ganzen Klamotten-Ständen alles leer kaufen können. Konnte mich aber zügeln und habe nur einen Jumpsuit gekauft.
Wir sind auf diesem Market dann geschätzte 2h umhergeirrt und wahrscheinlich auch ein paar Mal die gleichen Wege gelaufen, haben dafür wahrscheinlich einige ungewollt ausgelassen.

Zur Belohnung gab es dann einen australischen Döner. Also einen "Kebab". Ähnlich wie bei uns ein Dürüm-Döner. Vom Geschmack her schon anders, vor allem weil auch andere Soßen verwendet werden aber trotzdem lecker. Wir waren uns dann beide einig, dass wir schon jetzt den deutschen Döner vermissen.
Verrückt.

Danach wollten wir eigentlich noch zum Opera Market, direkt an dem Sydney Opera House, aber der fand wohl leider an diesem Sonntag nicht statt.

Also sind wir (noch immer mit unseren Einkäufen) etwas durch den botanischen Garten geschlendert. Der ist wirklich schön. Da sieht man, dass Mühe drin steckt.

Und jetzt zu unserem super "Geheimtipp". Vielen Dank hierbei an meinen Vater, wegen dem wir dorthin gegangen sind. Und zwar zum "Mrs Macquaries Chair". Haben uns kurz vor Sonnenuntergang etwas zu Essen und etwas zu Trinken geholt und sind schnell an ein schönes Plätzchen dort gedüst. Natürlich noch immer zu Fuß und mit den Einkäufen.
Von dort aus haben wir dann den Sonnenuntergang mit Blick auf das Sydney Opera House und die Harbour Bridge genossen. Das war schön! Das war wunderschön!
Für alle, die mal nach Australien kommen, lasst euch das nicht entgehen!
Nachdem die Sonne dann untergegangen war wurde nach und nach alles etwas beleuchtet. In den Hochhäusern drumherum brannten auch noch die Lichter. Ich hatte das Gefühl es wurde von Minute zu Minute einfach schöner.
Und was dann noch dazu kam: nach ca. 1h in der wir dort gesessen, genossen und erzählt haben gab es plötzlich ein kleines Feuerwerk vor dem Opera House. Wir haben uns natürlich tierisch erschrocken und wären fast von unserem Mäuerchen ins Meer gefallen, aber möchten uns auch dafür (also für das Feuerwerk) bei den Verantwortlichen bedanken. War wahrscheinlich für irgendeinen Geburtstag, eine Hochzeit oder ein Event in der Oper. Aber wir beide konnten es ganz in Ruhe und ungestört an unserem Fleckchen genießen :)
Naja, irgendwann war es dann spät und wir sind wieder in unser Super-Hostel zurückgefahren.

Was ist in den Tagen sonst noch so passiert?

Wir waren natürlich immer fleißig auf der Suche nach Campervans! Die waren aber so ruck-zuck verkauft, dass das gar nicht so einfach war.

Achja, und am Bondi Beach waren wir. Das hatte ich ja in einem meiner letzten Posts mal erwähnt.

Ich schaue mal schnell in mein Tagebuch,  möchte euch ja nichts vorenthalten :)

...

Tja, steht nicht viel mehr drin. Haben viel viel viel nach Campervans gesucht und einige "besichtigt"...

Was ich zu dem Strand noch sagen möchte: an jedem Strand an dem wir bis jetzt waren sind super starke Strömungen. Da muss man wirklich aufpassen. Wir gehen immer nur bis zu den Knien rein, und knien uns dann hin. Und selbst dann kann man sich nicht halten und wird überall hin mitgerissen. Also falls jemand in Australien schwimmen geht: bitte aufpassen!

Und die Sonne: Wir haben uns beide (ja, auch ich...) mit 50+ Sonnencreme eingecremt, jede halbe Stunde. Und waren trotzdem am Ende des Tages etwas verbrannt. Also die Haut muss sich langsam an die Sonne gewöhnen. Einfach ab an den Strand und dick Sonnencreme drauf funktioniert hier nicht.

Soooo, nach ewig langer Vansuche haben wir dann auch endlich einen gefunden! Und den direkt am nächsten Tag gekauft :)
Geld abheben war eine witzige Geschichte. Wir haben beide von unseren Karten immer nur limitiert Geld aus den Automaten bekommen. Um also die ganze Summe für den Van abzuheben sind wir morgens früh gestartet und waren glaube ich an 6-8 Geldautomaten. Haben dort jeweils mit unseren internationalen, australischen und deutschen Karten immer die Maximumbeträge abgehoben, bis wir das Geld irgendwann zusammen hatten. Man das war ein Akt :D
Den Van auf uns umzumelden ging allerdings ganz schnell. Schlüssel und Geld übergeben, ein Formular ausfüllen, noch ein paar Bearbeitungsgebühren an die Stadt zahlen und zack, das wars.

Da standen wir also nun. In Richmond. 1 1/2 oder 2 Stunden von Sydney entfernt.

Wie fahre ich mit dem riesen Ding jetzt bloß im richtigen Straßenverkehr???
Naja, uns blieb nichts anderes übrig als einfach ins kalte Wasser zu springen.

Ich muss sagen, nach ca 2 Minuten war meine Panik verschwunden, nach circa 10 Minuten musste ich die ganze Zeit grinsen weil's solchen Spaß gemacht hat und nach einer Stunde war es zwar noch irgendwie anders aber kein Problem mehr.

Haben das Auto dann in Ashfield abgestellt und sind mit dem Zug wieder nach Sydney, da man in Sydney keine kostenlosen Parkplätze findet und wir noch eine Nacht im Hostel gebucht hatten.

Naja, und am nächsten Tag ging's ab die Post :) davon habe ich ja letztens die drei kurzen Videos gepostet.

Sind also zu diesem Rastplatz gefahren, am Tag danach haben wir an einem Golfplatz übernachtet und danach sind wir endlich in Coffs Harbour angekommen.

Unsere Route könnt ihr unten auch über den Link verfolgen. Natürlich kann ich das immer nur mit gutem Internet aktualisieren, also es ist nicht immer ganz up to date, aber zumindest halbwegs.

In Coffs Harbour haben wir einen Safety-Check bei einem Mechaniker machen lassen um sicher zu sein, dass der Van unsere Tour auch mitmacht. Der Mechaniker hatte keine Bedenken, wir hätten einen klasse Van gekauft.

Und daaaaaann ging's endlich wieder ab an den Straaaaand :) an den Jetty Beach. Schöner, sicherer Strand. Sicher = keine Haie ;)

Dort haben wir den Tag genossen und uns dann ein Plätzchen zum Schlafen gesucht. Diesmal haben wir keinen free-camping in der Nähe gefunden.

Ich habe die WikiCamps-App auf meinem Handy. Mit der finde ich alles mögliche hier in Australien, auch offline. Campingplätze oder einfach Orte an denen man kostenlose parken/campen kann, sog. "Day Use Areas" die oft Duschen und Co. haben, und alles mögliche an anderen Sachen die uns in unserer Situation weiterhelfen.
Ich kann natürlich auch nach nicht-kostenlosen Plätzen suchen... Aber das ist ja langweilig :P

Also in Coffs Harbour haben wir wie gesagt kein schönes kostenloses Plätzchen für unseren Van gefunden... Also haben wir uns einfach an einen Parkplatz direkt am Strand gestellt und gehofft, dass uns niemand wegscheucht. Ist auch alles gut gegangen, hat keinen gestört. Waren ja auch nur Nachts zum schlafen dort. Mit den (lauten) Wellen im Hintergrund und einer lauwarmen Brise haben wir dort auch relativ gut geschlafen. Unser Frühstück konnten wir dann morgens direkt am Strand genießen.

Wir sind nach dem Frühstück dann zu einer Day Use Area gefahren, haben uns dort frisch gemacht und sind auf das Muttonbird Island hoch spaziert. Von dort aus hatte man in die eine Richtung einen tollen Blick auf Coffs Harbour und in die andere Richtung einen noch tolleren aufs endlose Meer :)

Unsere nächste Station war dann Yamba. Ist ein kleines Städtchen zwischen Coffs Harbour und Byron Bay. Dort sind wir nach dem Spaziergang auch hingefahren. Wollten, als wir Abends ankamen, noch schnell ein Brot für morgens holen, aber der Supermarkt hat einfach früher geschlossen und dann standen wir da.. :(
Wir waren aber nicht alleine. Plötzlich wurden wir von einem Radfahrer angequatscht. Nach kurzer Zeit haben wir herausgefunden, dass er auch aus Deutschland kommt. Und ratet mal was er hier macht?.......
Er macht fast die ganze Tour die wir machen wollen. ABER: Mit dem Rad! Wahnsinn, oder? Ich kann das immer noch nicht fassen. Er radelt hier einfach durch Australien. Man man man. Davor hatte ich auf jeden Fall echt Respekt. Sowas könnte man auch mal machen, oder? Vielleicht nicht unbedingt durch Australien. Vielleicht einfach durch Deutschland? Oder NRW... ;) mal sehen.

Naja was unser Frühstück angeht haben wir uns halt am nächsten Morgen neues Brot geholt und sind danach zum Strand gefahren :) zum Pippi Beach. Ich glaube bis jetzt ist das unser Lieblingsstrand. Da Yamb nicht ganz so bekannt ist, war es dort schön leer. Der Strand war groß, der Sand war weich, das Wasser war klar und warm und morgens hat man hier Delphine vorbei schwimmen sehen. Jedoch auch hier wieder Vorsicht: starke Strömungen! Und diesmal wohl auch Haie. An jedem Beach steht immer ein Schild mit Warnungen und Hinweisen. Und hier waren halt auch Haie auf dem Warnschild. Naja, bis zu den Knien sind wir trotzdem immer reingegangen. Es waren auch einige Surfer unterwegs.
Wie wir nachher allerdings von einem älteren Ehepaar erfahren haben, wurden auch an diesem Strand schon Menschen von Haien angegriffen. Und nicht von irgendwelchen Haien, sondern vom Great White. Also dem weißen Hai. Das hätte ich nicht gedacht. Naja, von da an also nur noch bis zur Mitte des Schienbeins ins Wasser ;)

In den Tagen in denen wir in Yamba bzw. am Pippi Beach waren wurde allerdings keiner angegriffen. Muss sich also niemand Sorgen machen. Wir gehen nur bis zum Schienbein ins Wasser und Haie sind keine Killermaschinen die extra zum Strand kommen um Menschen zu fressen. Also, wie der Australier so schön sagt: "all good, mate", "alles gut, mein Freund".

In Yamba haben wir dann auch angefangen nach einem Job zu suchen. Das war in dem kleinen Städtchen gar nicht so einfach, weil nirgends viel Personal gebraucht wird. Also haben wir uns übers Internet auch bei allen möglichen Jobs im Umkreis, vor allem in Byron Bay (nächster Halt beim Trip Richtung Norden) beworben.

Und dort haben wir wirklich ein Angebot bekommen. Das hätten wir beide nicht erwartet, da es in Byron Bay so viele Backpacker gibt... Wir haben natürlich direkt für den nächsten Tag für ein kurzes Gespräch zugesagt.
Haben uns dann nochmal von unserem geliebten Pippi Beach verabschiedet und uns direkt auf den Weg gemacht.
Naja und hier sind wir nun. In Byron Bay. Relativ voll, aber schön!

Und, was denkt ihr, für welchen Job haben wir uns beworben und durften Probearbeiten?
(ist nichts Besonderes oder Spektakuläres, ich finde es aber witzig :P)

Demjenigen der richtig liegt (außer den Leuten von Nora die es schon wissen natürlich :P), bringe ich gerne eine Kleinigkeit aus Australien mit. Entweder eine Überraschung oder etwas, das er/sie sich wünscht.
(Ihr habt Zeit bis zum nächsten Post)

Viele Grüße aus Byron Bay!
Ich hoffe es geht euch allen gut,
bleibt gesund und schreibt mir gerne wenn es von zu Hause etwas zu berichten gibt :)

Samstag, 5. März 2016

Unser (leider noch namenloser) Campervan (2. Versuch)

Also, hier nochmal das kurze Video von unserem Campervan :) Diesmal aber ohne Musik, und trotzdem mit schlechter Qualität.
Ohne Musik ist's leider ziemlich langweilig.
Tut mir Leid.
Für's nächste Video gebe ich mir mehr Mühe. Allerdings braucht das dann auch wieder ca. 24h zum hochladen! Also mal sehen wann's kommt!


https://www.youtube.com/watch?v=BgHpV_wt1AI

Freitag, 4. März 2016

Unser (leider noch namenloser) Van

Das ist unser Campervan:
Achtung! Schlechte Qualität. Ich wollte cool sein, und ein Lied im Hintergrund abspielen... Ist nicht ganz so cool geworden leider. Aber immerhin hat's keine 24h gebraucht um es auf Youtube hochzuladen! :)


Samstag, 27. Februar 2016

Auf geht's! Raus aus der Stadt und rein ins Abenteuer!

Endlich unser eigenes Auto & unser eigenes Heim!











Und ich habe noch ein paar Fragen bekommen. Das macht mir richtig Spaß die zu beantworten :-P

Ist am Strand sehr viel los?
Nora und ich waren am Mittwoch das erste mal am Strand. Am Bondi Beach.
Ich muss sagen, den hätte ich mir noch schöner vorgestellt (ist aber jetzt Meckern auf hohem Niveau, ich weiß...)! Ist eine große Bucht, schöner Sand in dem man liegen kann, aber danach fängt direkt der Rasen wieder an und die Häuser stehen im Hintergrund. Das hat mich irgendwie gestört. Aaaaaber, wie gesagt: wunderschöner Sand und tolles Wasser. Hohe Wellen, starke Strömung (aufpassen!) und ob irgendwas abgesperrt ist damit die gefährlichen Tiere nicht kommen (ja genau, irgendwelche Haie :D) weiß ich nicht, konnte nichts dergleichen erkennen. Ja, es ist sehr viel los. Aber es ist noch ok. Also man findet sein Plätzchen im Sand und im Wasser stößt man auch nicht direkt mit jemandem zusammen. Aber, zu behaupten es wäre nicht viel los wäre gelogen!


Hier war es noch relativ früh, es wurde dann peu à peu voller



Kann man es Abends "in Ruhe" genießen?
Puh, würde ich gerne beantworten können :) Leider sind wir um 17 Uhr vom Strand aus wieder zurück zum Hostel gefahren, da es free Pizzaaaa gab. Das konnten wir natürlich nicht verpassen und hat sich auch echt gelohnt, war super lecker und super kommunikativ. Gegen 17 Uhr wars auf jeden Fall noch voll. Um die Mittags-/Nachmittagszeit wurde es richtig voll und das hielt wahrscheinlich auch noch an. Nach Feierabend den Tag am Strand ausklingen lassen? Wahrscheinlich nicht schlecht...

Mit wie vielen Leuten waren wir im Hostel?
Unser zweites Hostel in Sydney, das Eva's Backpackers, wirklich zu empfehlen!!! Super super nett alle, echt angenehm dort zu leben.
Wie viele Personen genau im Hostel leben... zwischen 40 und 60 glaube ich. Man sieht ja leider nicht immer alle auf einmal. Vllt. vertue ich mich auch und es sind nur 30, aber ich denke schon mindestens 40. Unser Zimmer diesmal war ein 6-Bett-Zimmer. Wesentlich angenehmer! Nicht zu groß, man lernt genug Leute kennen. Nicht zu klein, man ist nicht so isoliert. Von der Lautstärke her im Zimmer auch sehr angenehm. Hatten alle circa gleiche Schlafenszeiten (+/- 2h). Außer ein Zimmergenosse. Der musste Nachts arbeiten und kam morgens wieder, wenn wir fast aufgestanden sind. Tagsüber also etwas leise sein, aber man hängt ja sowieso tagsüber nicht im Zimmer rum. Von der Lautstärke von draußen: katastrophal. Leider war genau zu unserer Zeit eine Sanierung von einem Haus gegenüber. Und dort hat's ab sieben Uhr morgens gescheppert! Wenn man um oder vor sieben aufsteht, kein Problem. Wenn man mal bis neun schlafen wollte (haben wir einmal gemacht) ziemlich nervig. Aber naja, irgendwo wird immer mal saniert. Die Baustelle wird auch nicht ewig bleiben und dann ist es dort wieder wunderschön "ruhig".

Müssen bzw. können wir in dem Hostel selber kochen?
Ja, können und müssen wir auch :D Küche war echt sauber. Jeder hat sein Geschirr und seine Pfannen und Töpfe gespült, alles war ordentlich eingeräumt und alles hat funktioniert. Im letzten Hostel davor haben wir lieber nicht gekocht. War alles dreckig und irgendwie eklig. Hier hatte ich gar kein Problem :) Wir hätten natürlich nicht unbedingt kochen müssen, waren z.B. einmal auch bei McDonald's, aber kochen ist eben etwas günstiger. Und wie gesagt, da -> auch echt kein Problem. Einmal wurde ja auch für uns gekocht :) Warum wissen wir immer noch nicht, aber wir sind noch heute total dankbar dafür. Es war so lecker und es war echt genug um richtig satt zu werden. Wir mussten uns keine Gedanken machen was wir essen, wo wir einkaufen und wann wir anfangen zu kochen. Schön :)

Hier schlafen wir übrigens heute Nacht, auf einem Rasthof:


Freitag, 26. Februar 2016

Nachtrag zum Cow/Bull-Chasing

Viiiiielen lieben Dank für eure Fragen & eure lieben Emails und WhatsApps!

Zu dem Cow bzw. dem Bull-Chasing habe ich ein paar Fragen bekommen die ich hier gerne beantworten möchte:

Also allgemein, keine wirkliche Frage, aber:
Ja, es ist wirklich schwer ständig von allem zu berichten!
Mein mobiles Internet ist super schnell aufgebraucht und es macht nicht so viel Spaß über mein Handy zu bloggen, da es hier nicht so schöne viele Einstellungen gibt. Weiteres Problem: WLAN gibt's nicht überall und meistens super schlecht, sodass wir ziemlich genervt wären und uns damit ein bisschen den Tag versauen würden 
Da ich also nur ab und an mal mit gutem Internet, meinem Laptop und wirklicher Freude an meinem Blog sitze kommt leider nicht ganz so viel dabei rum wie ich es mir erhofft habe... Aber ich gebe mir weiter Mühe! Versprochen.

Hat mir nach dem ganzen Reiten der Hintern weh getan?
Nein... Eigentlich nicht. War total kaputt und die Beine waren schlapp, aber, da es solchen Spaß gemacht hat, hat mein Körper das ruck zuck verarbeitet und ich hätte am liebsten stundenlang weiter gemacht 

Gab es einen See in den wir zur Abkühlung hätten springen können?
Ja, gab es! Jim hat ihn uns empfohlen, dazu aber gesagt, dass wir danach evtl. Blutegel an den Beinen haben. Naja... Wie ihr euch wahrscheinlich vorstellen könnt, sind wir dann natürlich nicht reingesprungen 

Wie groß war die ganze Kuhherde?
Schwer zu sagen.... Egal auf welcher Weide man rumgeritten ist, überall waren irgendwelche Kühe verstreut. Die haben aber jeweils immer irgendwem anders gehört. Richtig durchgeblickt haben wir da nicht 
Aber, falls ich das richtig verstanden habe, gab es nur diesen einen Bullen. Was schon echt Wahnsinn wäre... Dann hätte der ja viel zu tun, oder? 
In der Herde die wir mit dem Bullen gejagt haben waren schätzungsweise 40 Tiere. Also Kühe, Kälber und dieser Bulle. Insgesamt? Keine Ahnung. Zwischen 50 und 200 wahrscheinlich.

Über welche Flächengröße verteilte sich das Treiben?
Ich kann doch nicht schätzen  Ich bin so schlecht darin... Ich füge einfach zwei Bilder hinzu, okay? Eins von der "Landschaft" von Google Maps und eins in das ich unsere Route kritzel.
Startpunkt ist unser Stall (kaum zu sehen, da es so weit weggezoomt ist) und Ziel ist die kleine eingezäunte Weide des "Nachbarn". Die nennen sich wirklich Nachbarn  Obwohl 'ne ziemliche Strecke zwischen denen liegt 
In dieser kleinen eingezäunten Weide kann der Nachbar den Bullen dann irgendwann direkt rausholen und zum Markt zum Verkauf transportieren. Ja... er wird dann zum Beef-Burger oder so 

Hatten wir Angst uns zu verlaufen?
Also ich glaube Nora hatte ein wenig Bammel, dass Sie nachher nicht mehr zurück findet. Aber ich denke nicht, dass es wirklich Angst war. Luke, ihr Pferd, hätte Sie schon nach Hause gebracht  Allein wegen dem Essen... Und weils halt einfach wunderbare Tiere waren, die wissen wie alles abläuft. Und das wusste/weiß Nora auch.
Hatte ich Angst? Ne, dazu hatte ich gar keine Zeit in meinem Kopf. Beim ersten Treiben am Freitag habe ich irgendwann einfach nur noch mit Tucker geredet, damit er sich beruhigt und dachte mir nur, nach Hause findet man immer 
Und beim zweiten Treiben, waren wir so viele, dass man immer irgendwen gesehen hat. Irgendwie fand ich es auch gar nicht so schwer mir das Gestrüpp zu merken wo wir her kamen... Ich wusste natürlich nicht wo es hingeht, da konnte ich nur folgen oder raten. Aber zurück konnte ich mich immer an irgendwelche Kleinigkeiten erinnern. Wieder das Adrenalin?

Soo... Was kann ich sonst noch erzählen? Niall, unser Zimmerkumpane, hat gerade für uns gekocht. Keine Ahnung warum? Spaghetti Carbonara  und danach gab's Tiramisu. Lecker, lecker 

Bilder kann ich übers Handy übrigens leider immer nur unten dran heften, also nicht so eine schöne Reihenfolge wie über meinen Laptop 

Eine Zusammenfassung, was wir hier so in Sydney machen seitdem wir wieder hier sind kommt bald! Sind auf jeden Fall in einem schönen Hostel, für Hostelverhältnisse sehr sauber. Kaffee, Kakao und Tee gratis. Gestern Abend gab's super viel Pizza für alle gratis (inkl. suuuuper leckerem Nudelsalat), heute morgen gab es einen Pancake für jeden gratis und die Leute hier sind alle super nett. Also nicht so wie im ersten Hostel 

Ihr könnt gerne weiter fragen und vielen Dank an alle die unsere Reise so regelmäßig verfolgen!


Viele Grüße aus dem 40 Grad heißen Sydney 


Mittwoch, 24. Februar 2016

Unsere Arbeit in den Centennial Glen Stables

Die Sonntags-Arbeit bei Jim & Judith :)


Wie gesagt, unter der Woche kam viel andere Arbeit hinzu, aber wie man Rasen mäht & Co. könnt ihr euch ja vorstellen





Montag, 22. Februar 2016

Offline-Life

Dies ist der Post, den ich schon lange vorbereitet habe, aber leider nie hochladen konnte, weil das mit den Bildern von meinem Handy aus nicht so schön klappt:

Lange nicht wirklich gemeldet, dafür hart gearbeitet :)

Unsere erste Nacht im Hostel als wir in Australien angekommen sind verlief ganz gut, habe ganz okay geschlafen und danach haben wir unser Luxus Frühstück genossen



Am Donnerstag (04.02.) sind wir viel durch Sydney spaziert, waren im Sydney Tourist Information Center um zu sehen was wir alles noch an Action erleben wollen, sind wirklich viel durch Sydney spaziert (!), und sind die Harbour Bridge entlang gegangen. Leider war es relativ windig und auch nicht wirklich sonnig aber es war trotzdem ein schöner Tag an dem wir einfach alle Eindrücke mal aufgenommen haben und relativ planlos alles auf uns haben zukommen lassen.



Am Abend haben wir uns dann ein leckeres halbes Hähnchen mit Potatoe Wedges geholt und ein schönes Fleckchen in unserem Hostel (Sydney Backpackers Hostel) entdeckt. Ganz oben hatte es eine kleine Terrasse von der aus man ganz cool auf die noch beleuchteten Hochhäuser schauen konnte. Dort haben wir dann das Hähnchen verputzt und uns die kühle Luft um die Ohren pfeiffen lassen.




Leider konnte ich in der Nacht im Hostel überhaupt nicht schlafen, da wir einen neuen Mitbewohner in unserem Zimmer hatten. Ich habe noch nie jemanden soo laut schnarchen hören! Und ich habe schon öfter Leute schnarchen hören!

Sowieso waren die Menschen im Hostel ganz anders als wir erwartet hatten. Viele aus unserem Zimmer lagen irgendwie fast den ganzen Tag im Bett (mehr hat man für sich ja nicht in dem 14-Mann Zimmer) und haben an ihrem Handy oder ihrem Laptop gespielt. Wieso?? Wenn das mal vorkommt, weils einem nicht gut geht oder so, okay... Aber ständig? Die haben sich mit mehreren Bettlaken in den unteren Betten der Hochbetten eine richtige Höhle gebaut und sich wirklich dort verkrochen. Nora und ich waren in den zwei Tagen die wir da waren eigentlich ständig draußen und evtl. mal im Aufenthaltsraum um etwas zu essen. Auch mit dem "Hi" hats bei kaum einen funktioniert... Selbst wenn wir zuerst gegrüßt haben, kam oft nichts zurück. Komisch, oder? Gerade in solchen Hostels hätte ich mir das anders vorgestellt... Vielleicht hatten wir aber auch eine schlechte Zeit und vor allem ein schlechtes Zimmer erwischt...  Möchte nicht alle Hostels und alle Menschen die in Hostels übernachten madig reden :-P

Am nächsten Morgen haben wir uns nach dem Frühstück fertig gemacht und unsere Sachen gepackt. Wir sind dann mit dem Zug 🚉  2h30min für schlappe $5,81 nach Blackheath in die Blue Mountains gefahren. Dort hatten wir von Deutschland aus einen ersten Job "ergattert".






Wir haben uns vor ein paar Monaten bei dem WWOOF-Programm (willing workers on organic farms) angemeldet. Wenn man durch dieses "wwoofing" einen Job findet, bekommt man für diesen kein Geld sondern "nur" Kost und Logie.


Unser Job war in den Centennial Glen Stables hinter den Blue Mountains bei Jim und Judith.


Die Landschaft dort war das komplette Gegenteil zu Sydney. Ganz ruhig, viel viel viel freies Feld, nur Feldwege keine festen Straßen, und außer Jims Farm (30 min mit dem Auto vom kleinen Blackheath Bahnhof) und die Farmen seiner zwei Brüder, die aber auch mit dem Auto 20 min weit weg liegen, war dort NICHTS! Gar NICHTS!
Aber es war so wunderschön...










An dem Freitag an dem Jim uns abgeholt hat mussten wir noch nicht arbeiten. Er hat uns um 15:00 Uhr am Blackheath Bahnhof abgeholt und dann sind wir ca. 30 min. mit seinem Truck zu seiner Farm gefahren.
Dort hat er uns dann gezeigt wo wir leben & Co.

Jim und seine Frau Judith haben ein Haus, in dem sie und ihre Hunde und Katzen leben + ein großes Grundstück + einen Pferdestall + eine riesen große Weide für ihre 55 Pferde und den Pferden die Privatpersonen gehören, auf die sie aber quasi "aufpassen".

Wir haben in einem kleinem Caravan mitten im Stall gelebt. Es war schön sein eigenes kleines Heim zu haben, und sich die Nachtruhe nicht mit weiteren 12 Leuten teilen zu müssen.






Die Pferde waren Nachts nicht im Stall, die sind eigentlich immer draußen auf ihrer riesigen Weide, sie kommen nur Samstags und Sonntags rein, da an den beiden Tagen alle Pferde einmal geritten werden müssen. An Wochentagen kommen immer so viele Pferde morgens in den Stall, wie für die Kunden für diesen Tag benötigt werden.

In unserem Caravan hatten wir ein kleines Schlafzimmer mit zwei Hochbetten. Nora und ich haben jeweils unten geschlafen, oben die Fläche haben wir als Ablage für unsere Klamotten und Rucksäcke genutzt.
Dann gab es ein Wohnzimmer, in dem ein Esstisch mit vier Stühlen stand, ein Waschbecken, ein Spiegel mit Ablagefläche für unsere Kosmetik- und Hygieneartikel und eine Couch. Diese Couch war eigentlich ein Bettgestell, auf dem eine der Matratzen, auf der wir jetzt schlafen, am Anfang lag. Zuerst haben wir uns gewundert warum die gemachten Betten in zwei Zimmern sind, also einmal im Schlafzimmer und einmal im Wohnzimmer. Aber es kommen ja nicht immer alle "Woofer" zusammen, manche kennen sich vielleicht vorher gar nicht. Und dann möchten die bestimmt nicht direkt im selben Zimmer schlafen :-)
Naja auf jeden Fall haben wir dieses Bettgestell im Wohnzimmer dann mit zwei kleineren Matratzen von den Hochbetten belegt. Diese sind aber leider einzeln zu klein, und zu zweit zu groß und standen dann also an beiden Seiten über. Hätten wir uns also dort hingesetzt, wären wir direkt mit Matratze auf dem Boden gelandet :-D von daher war es einfach auch nur eine Ablagefläche für uns...

Gebraucht haben wir die Couch sowieso nicht. Wir hatten zwar einen DVD-Player 📀 und auch viele DVDs von Filmen die ich gerne mal sehen würde, aber irgendwie fehlte einfach die Zeit...

Morgens sind wir immer zwischen 7 und halb 8 aufgestanden (manchmal hab ichs auch erst um acht geschafft 😂), haben uns fertig gemacht und sind dann ran an die Arbeit. Da Nora meistens ein paar Minuten früher aus dem Bett gekommen ist, war sie so lieb und hat Frühstückseier und einen Kaffee vorbereitet. War schön das morgens ab und zu gemacht zu bekommen. Hätte ich zu Hause in Deutschland auch nichts gegen......... 😊

Gearbeitet haben wir dann meistens von zwischen 8:20 und 9:00 bis 17:00 Uhr. Wenn mal gerade ein paar Minuten Luft war haben wir zu Mittag gegessen. Entweder etwas Leftover vom letzten Abend oder Nudeln die ruckzuck mit ein bisschen kochendem Wasser fertig waren. 
Zur Arbeit zählte alles mögliche:

- Natürlich Pferde reinholen

- Satteln

- Trensen (sagt man doch so, oder?)

- füttern

- Futtereimer vorbereiten

- Futtervorräte auffüllen

- mit Kunden ausreiten

- an Samstagen und Sonntag gucken dass alle Pferde mind. einmal geritten wurden

- Pferde sauber halten

- Stall & Toiletten sauber halten

- Rasen mähen

- den Boden der Heuballen mit der Axt abhacken, da dieser auf dem Boden stand

- Tische mit einer Drahtbürste schrubben und mit Öl besprühen

- Wände mit Sandpapier bearbeiten, damit wir sie streichen können

- streichen

- Gärten umgraben und Sträucher ausreißen

- Rohre aus der Erde baggern (Jim hat gebaggert, ich geschüppt :D) und ersetzen

- Enten, Hase, Gänse, Hühner, Ponys und Miniaturpferde (noch kleiner als Ponys), Schafe und das Schwein füttern

- das super geniale Cow-Chasing 💗 (das haben wir Samstag morgen übrigens nochmal gemacht. Diesmal mit 8-10 Leuten. Und wir haben es auch geschafft 😊. Also was galoppieren, springen und dabei Kühe anschreien und treiben angeht, sind wir jetzt Profis 😂)

- am Abend haben wir für uns gekocht (Montags wurde von Judith eingekauft und wir konnten ihr alles auf den Einkaufszettel schreiben, was wir haben wollten. Also gab es jeden Abend frisches, leckeres, selbstgekochtes Essen 🙌)

- spülen


















Zum duschen Abends mussten wir hoch zu Jims und Judiths Haus, gekocht haben wir in einem Container im Stall der einen Herd hatte.
Unsere Toiletten waren in einem Container außerhalb des Stalles, die auch die Kunden benutzt haben.

Wirklich fertig für den ganzen Tag waren wir dann meistens zwischen 21:30 und 23:00 Uhr. Jenachdem ob Abends Sunset-Rides (Ausritt beim Sonnenuntergang) waren oder nicht.

Und dann sind wir auch hundemüde ins Bett gefallen und meistens sofort bis zum nächsten Morgen eingeschlafen.
(Daher -> leider keine Zeit für die ganzen tollen DVD's)

Abschließend kann ich sagen, dass die Centennial Glen Stables in einem wunderschönen Fleckchen in Australien liegen und die Tiere dort das wunderbarste Leben führen, das man sich für ein Tier nur vorstellen kann. ALLE Tiere (auch die Kühe 😂).
Ich bin sehr froh, dass wir dort für eine Zeit arbeiten durften und freue mich über all die netten Leute die ich dort kennengelernt habe. Alle sind super freundlich, hilfsbereit und ich werde bestimmt noch oft daran zurückdenken!

DANKE!




PS: lest euch bitte auch Noras Blog durch (findet ihr rechts bei mir in der Spalte)! Wir ergänzen uns was das Schreiben angeht ziemlich gut, da wir vom Schreibtyp her sehr unterschiedlich sind. Nora schreibt auch viele Gedanken und Gefühle auf. Wir denken sowieso meistens das gleiche... Von daher treffen unsere Posts immer auf beide zu und ergänzen sich wunderbar 😇